Zum Inhalt
Fakultät für Informatik

Proseminar - Software Synthese

Veranstalter: Prof. Dr. Jakob Rehof
Typ: Proseminar
ModulnummerINF-BSc-110
Termine: tba
Ausarbeitung: 5 Seiten als PDF, Deutsch oder Englisch, EasyChair Format

 

Neuigkeiten und Ankündigungen

  • 27.01.2026: Seite mit Informationen angelegt.

Beschreibung

In diesem Proseminar wollen wir uns mit dem Thema „Software Synthese“ befassen.

Die Ursprünge dieses Themenbereichs gehen bis in die 50er-Jahre zurück, als Alonzo Church sein „Synthese Problem“ formuliert hat:

Gegeben eine (modal-)logische Formel, konstruiere einen Automaten, der sie erfüllt.

 

In den folgenden Jahrzehnten wurden zahlreiche Arbeiten in der Automatentheorie, der Spieltheorie und anderen Forschungsbereichen zu diesem Thema veröffentlicht.

Dieses klassische Problem hat zwei naheliegende Einschränkungen. Zum einen ist ein konstruierter Automat noch kein ausführbares Programm und zum anderen ist die Komplexität je nach Logikfragment, in dem die Anfrage gestellt wird, unpraktikabel hoch.

 

Dies hat in den letzten Jahrzehnten zu alternativen Ansätzen für das Problem der Software Synthese geführt wie z.B. „Syntax-Guided Synthesis“ und „Combinatory Logic Synthesis“.

Aktuell denken die meisten bei dem Thema „Software Synthese“ wahrscheinlich an Vibe-Coding, ChatGPT und andere Ansätze aus dem Bereich des maschinellen Lernens.

Umso interessanter ist es natürlich, all diese unterschiedlichen Ansätze anhand eines gegebenen Anwendungsbeispiels zu vergleichen

 

Die Idee ist nun, dass die Studierenden je eine wissenschaftliche Veröffentlichung aus einer bereitgestellten Sammlung von Themen ausarbeiten und anhand eines ebenfalls vorgegebenen Anwendungsbeispiels die Vor- und Nachteile der jeweiligen Ansätze evaluieren. Neben den fachlichen Aspekten sollen das Lesen, das Zusammenfassen und die Präsentation von Forschungsergebnissen erlernt werden.

Leistung

  • Benoteter Vortrag (20 Minuten Vortragszeit + 5 Minuten Rückfragen)
  • Schriftliche, benotete Ausarbeitung
  • Teilnahme an den Vorträgen von anderen Teilnehmenden

Die Abschlussnote bewertet den Vortrag und die Ausarbeitung.

 

FAQ

  • Muss das gesamte Papier vorgestellt werden?
    • Nein. Eine Kompetenz des Proseminars ist die passende Auswahl der relevanten Materie für die gegebene Vortragslänge.
  • Muss es einen Eigenanteil geben?
    • Ja. Es muss deutlich werden, dass mit der Materie interagiert wurde.
      Am effektivsten sind eigene Beispiele oder Benchmarks, die nicht im Originalwerk enthalten sind.
      In manchen Fällen ist es sinnvoll, die Implementierung mit Alternativen aus verwandter Literatur zu vergleichen.
  • ​​​​​​Müssen noch andere Papiere eingebunden werden?
    • Ja. Der vorgestellte Inhalt soll kurz in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet werden.
      Empohlen wird eine Übersichtsfolie zu
      • älterer Literatur, die im Originalwerk referenzierter wird
      • neuerer Literatur, in der das Originalwerk referenziert wird
  • Dürfen nach der Abgabe des Folienentwurfs noch kleine Änderungen gemacht werden?
    • Ja. Für die Benotung zählt die Version, die beim Vortrag verwendet wird.
  • Muss jeder Codeschnipsel einzeln referenziert werden?
    • Nein. Es muss insgesamt deutlich werden, wenn fremder Code gezeigt wird.
      Wenn viel Code aus dem Originalwerk stammt, dann reicht es aus, am Anfang des Vortrags dies aufzuzeigen.
  • Muss man den Code aus dem Papier nachimplementieren?
    • Es muss deutlich werden, dass mit dem Code interagiert wurde.
      Dafür eignet sich beispielweise eine Nachimplementierung mit eigenen Beispielen.
  • Gilt bei allen Terminen Anwesenheitspflicht?
    • Ja.

 

Feedback

Wir haben großes Interesse an veranstaltungsbegleitendem Feedback, um auf Änderungswünsche eingehen zu können. Bitte äußern Sie entsprechende Hinweise im persönlichen Gespräch nach den Veranstaltungen oder per Mail.

Vielen Dank!